Vorsorge Allgemein

Unter dem Vorsorgeprogramm versteht man die von der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten. Es werden Vorsorgeprogramme für Neugeborene und Kinder Jugendliche Frauen und Männer unterschieden.
Ähnliche Regelungen gelten bei den privaten Krankenversicherungen (PKV).

Diese Untersuchungen sind darauf ausgerichtet häufige in der Bevölkerung auftretende und volkswirtschaftlich relevante Krankheiten frühzeitig aufzudecken um durch rechtzeitige Behandlung eine Heilung zu erreichen (z.B. Darmkrebs) bzw. die Folgeschäden zu lindern (z.B. Zuckerkrankheit, Bluthochdruck). Dadurch sollen den Krankenkassen die Kosten für die Behandlung der Folgeschäden erspart werden. Bei der Erstellung von Vorsorgeprogrammen wird nicht das medizinisch Machbare, sondern der ökonomische Kosten-Nutzen-Faktor zugrunde gelegt.

Gesundheitsvorsorgeuntersuchung (Erwachsene ab 35 Jahren)
Jeder gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren hat das Recht sich alle 2 Jahre auf „Herz und Nieren" prüfen zu lassen. Dazu gehört neben einer Anamnese (Befragung über die gesundheitliche Vorgeschichte familiäre Krankheiten) die Ganzkörperuntersuchung (körperliche Untersuchung durch den Arzt einschl. Blutdruckmessung) sowie Untersuchung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels und eine Urinuntersuchung. Auffällige Befunde werden der weiteren diagnostischen Abklärung zugeführt.


Krebsvorsorge


Krebsvorsorge für Frauen (ab 20 J)
Allgemeine Befragung der Patientin auf selbst bemerkte Krebszeichen. Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses ab 20 Jahren des Brustkrebses ab 35 Jahren des Darmkrebses mittels Tastuntersuchung ab 45 Jahren. Auch krebsverdächtige Hautveränderungen werden dabei beurteilt.

Krebsvorsorge für Männer (ab 45 J)
Allgemeine Befragung des Patienten auf selbst bemerkte Krebszeichen . Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung des Prostatakrebses und des Darmkrebses mittels Tastuntersuchung. Auch krebsverdächtige Hautveränderungen werden dabei beurteilt.

Darmkrebsvorsorge mittels Spiegelung : Frauen und Männer ab 55 Jahren

Darmkrebsvorsorge mittels Darmspiegelung (Vorsorgekoloskopie). Wer Angst vor einer Darmspiegelung hat kann alternativ alle 2 Jahre den Stuhl auf Blutspuren untersuchen lassen. Diese Untersuchung ist jedoch nicht so zuverlässig wie die Darmspiegelung.

- Urologische erweiterte Vorsorge (Nieren und Nebennieren, Blase, Hoden etc.)
– Früherkennung von urologischen Erkrankungen bei Männern, Frauen und Kindern
– Früherkennung von Nierenkrebs, Hodenkrebs und Blasenkrebs
(Labor, farbcodierter Duplexsonografie, photodynamisch aktivierte Diagnostik (PDD))

 

Spezielle Untersuchungen und Behandlungen

Für folgende Untersuchungen oder Behandlungen muß unbedingt eine Terminabsprache erfolgen:
Ambulante Operationen (z.B. Wunschsterilisation beim Mann)
– Chemotherapie von urologischen Tumoren
– Abklärung von Potenzstörungen
– Psychotherapie im urolog. Bereich
– Transrectale Sonographien der Prostata
– Röntgenuntersuchungen der Nieren, Blase u. Harnröhre
– Harnröhren- und Blasenspiegelungen in Betäubung
– Direktionale Doppleruntersuchungen bei Fertilitätsstörungen
– Neuro-urologische Blasendruckmessungen
– Harnstrahlmessungen
– Früherkennung von Blasentumoren durch photodynamische Aktivierung (PDD)
– Schmerzsprechstunde bei chronischen Schmerzzuständen

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